Bist du überbeweglich?
Kennst du das Gefühl, dass dir ständig etwas „wegknickt“?
Die Schulter springt fast heraus, die Kniescheibe fühlt sich instabil an oder du knickst immer wieder im Sprunggelenk um?
In meiner privaten Physiotherapie-Praxis in Köln-Marienburg behandle ich viele Patient:innen mit genau diesen Beschwerden. Die Ursache ist häufig dieselbe: Überbeweglichkeit (Hypermobilität).
Was bedeutet Überbeweglichkeit eigentlich?
Überbeweglichkeit beschreibt eine überdurchschnittlich große Beweglichkeit der Gelenke, die über das physiologisch normale Maß hinausgeht.
Besonders häufig betroffen sind:
Frauen
Menschen mit sehr elastischem Bindegewebe
Personen mit wiederkehrenden Gelenkverletzungen
Der Grund liegt im zu lockeren Bindegewebe (Faszien, Sehnen und Bänder). Dadurch fehlt den Gelenken die nötige passive Stabilität.
Typische Anzeichen für Hypermobilität
Überbewegliche Menschen können oft:
Ellenbogen oder Knie überstrecken
den kleinen Finger über 90° nach hinten biegen
mit gestreckten Knien die Handflächen locker auf den Boden legen
Diese Fähigkeiten wirken auf den ersten Blick „sportlich“, führen aber langfristig häufig zu Instabilität, Schmerzen und Verletzungen.
Warum springen Schulter oder Kniescheibe heraus?
Ist das Bindegewebe zu locker, können:
Gelenke nicht mehr sauber geführt werden
Muskeln nicht rechtzeitig stabilisieren
Sehnen und Bänder ihre Schutzfunktion verlieren
Typische Folgen sind:
Schulterluxationen
Kniescheibeninstabilität
häufiges Umknicken im Sprunggelenk (Supinationstrauma)
👉 Das Problem ist nicht mangelnde Beweglichkeit, sondern fehlende Stabilität.
Faszien: Locker – aber nicht instabil
Faszien sollen:
geschmeidig sein
Kraft übertragen
Bewegungen federnd unterstützen
Bei Überbeweglichkeit fehlt jedoch die richtige Spannung und Ausrichtung.
Das Ziel ist daher nicht weiteres Dehnen, sondern kontrollierte Kraftentwicklung.
Was überbewegliche Menschen unbedingt beachten sollten
1. Nicht dauerhaft in Endpositionen dehnen
Langes Halten maximaler Dehnpositionen macht das Bindegewebe noch instabiler.
👉 Besser:
Gelenke in verschiedenen Winkeln bewegen
wechselnde Bewegungsrichtungen nutzen
die Propriozeption (Gelenkwahrnehmung) verbessern
2. Kraft in der Dehnung aufbauen
In Dehnpositionen sollte aktiv gegengedrückt werden.
So lernt das Nervensystem:
wo sich das Gelenk befindet
wie es in Endpositionen stabil bleibt
Ein gutes Vorbild ist die Natur:
Katzen und Raubtiere sind beweglich UND kraftvoll – genau dieses Gleichgewicht ist das Ziel.
3. Im kurzen Muskelbereich trainieren
Überbewegliche sollten Krafttraining vor allem im konzentrischen (verkürzten) Muskelbereich durchführen.
Beispiel:
nicht nur „lang und locker“ trainieren
sondern bewusst in die maximale Verkürzung gehen
So bekommt das Gehirn klare Stabilitätssignale und die Gelenke werden langfristig sicherer.
Physiotherapie bei Hypermobilität in Köln-Marienburg
In meiner Praxis in Köln-Marienburg arbeite ich mit überbeweglichen Patient:innen gezielt an:
aktiver Gelenkstabilität
funktionellem Krafttraining
verbesserter Körperwahrnehmung
Reduktion von Verletzungen und Schmerzen
🎯 Ziel ist nicht Einschränkung, sondern kontrollierte, belastbare Beweglichkeit.
Fazit: Beweglich sein ist gut – stabil sein ist entscheidend
Überbeweglichkeit ist keine Schwäche, wenn man richtig damit umgeht.
Mit der passenden physiotherapeutischen Strategie kannst du:
deine Gelenke schützen
Schmerzen reduzieren
wieder Vertrauen in deinen Körper gewinnen
Wenn du wissen möchtest, wie du trotz Hypermobilität stabil, sicher und schmerzfrei bleibst, begleite ich dich gerne persönlich in meiner privaten Physiotherapie-Praxis in Köln-Marienburg.

